Meldung vom 23. September 2025

Baustart am See wie geplant erfolgt

Am Dienstag, den 16. September, ging es nun endlich mit dem Projekt „Revitalisierung Badesee“ los.

Die Bagger rollten pünktlich an und rissen das bisherige Badebuffet sowie alle Sanitäranlagen im Nordbereich ab. Dieser Bereich ist durch Bauzäune versperrt, weshalb momentan eine Umrundung des Sees zu Fuß nicht möglich ist. Zudem wurde bereits die neue Zufahrtsstraße ausgesteckt und der teils verwachsene neue Zufahrtsweg freigelegt. Die Benutzung des Pumptracks ist auf die Dauer der Baustelle aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Wir bitte um Ihr Verständnis.

Am Nordufer befindet sich ein großes Transparent, welches das neue Buffet samt Sanitär- und Bademeisterkabine zeigt.

Wir informieren Sie ab sofort monatlich über das Stauseeprojekt und freuen uns über den erfolgreichen Start dieses Projektes.

 

Das gesamte Projekt ist in zwei Bauteile (Bauteil 1 – Nord und Bauteil 2 – Süd) aufgeteilt. Diese werden hintereinander ausgeführt.  Am 16.09.2025 starteten die Bauarbeiten für die  Umsetzung der ersten Bauphase und somit der Errichtung der in Bauteil 1 – Nord vorgesehenen Anlagen. Diese umfassen die Sanierung der Zufahrt, sowie eine Wegeverlegung im Norden, Errichtung der Gastro Nord sowie Ausbau des Kinderbadebereichs und Erneuerung der Wasserrutsche. Die bestehende Gastronomie im nördlichen Bereich des Badesees wird abgebrochen und durch eine moderne, modulare Containerstruktur ersetzt. Die neue Gastronomie soll der Versorgung von Radfahrern sowie der Gäste am See dienen. Die Containerstruktur bietet eine flexible, nachhaltige und ansprechende Lösung, die sich mit einer Holzverkleidung in das Gesamtbild des Bereichs einfügt. Das neue Gebäude wird eine Bruttogrundfläche von insgesamt 117,56m² aufweisen.

Zusätzlich zur Gastronomie wird eine neue, an das Gebäude angebaute Sanitäranlage errichtet. Diese wird getrennte Bereiche für Damen und Herren bieten. Ein zusätzlicher Container wird unmittelbar an die Sanitäranlage angedockt und dient für den Bademeister. Auch der Außenbereich wird durch eine Neugestaltung aufgewertet. Mit dem Bauvorhaben soll nicht nur die Funktionalität und Attraktivität des Standortes gesteigert werden, sondern auch ein modernes, ansprechendes Umfeld geschaffen werden, das den Bedürfnissen der Besucher in jeder Hinsicht gerecht wird.

Im Bauzeitplan ist die Fertigstellung der 1. Bauphase mit Mitte Feber geplant. Im Herbst 2026 erfolgt der Baustart für den Bauteil 2 – Süd. In der zweiten Bauphase erfolgt die Errichtung eines neuen Campingplatzes. Zuvor wird die dringend notwendige Sanierung der Bachabdeckung durchgeführt. Der Campingplatz wird sich, auf Grund der großen Nachfrage, auf die gesamte Fläche des derzeitigen Parkplatzes erstrecken und nach modernsten Standards errichtet.

Das Projekt soll mit Ende des Jahres 2027 umgesetzt sein.

 

Historie:

Der Badesee Rechnitz wurde in den Jahren 1962-1964 als Stauanlage im Faludital angelegt. Er weist eine Länge von 330m und eine Breite von 110m auf und erstreckt sich über eine Fläche von 38.789m². Im Jahr 1965 wurde das Buffet an der Südseite des Stausees errichtet. Das Areal wurde dann 1987 um einen Campingplatz erweitert. Die bisher letzten großen Investitionen wurden im Jahr 1993 mit der Errichtung des Kassengebäudes, der Sanitäranlagen und Umkleidekabinen sowie des Holzsteges getätigt.

 

Entwicklung:

Der Startschuss für das Projekt „Restrukturierung Badesee Rechnitz“ erfolgte in der Gemeinderatssitzung vom 22.09.2022, in welcher über den Gewinner des zuvor ausgeschriebenen Architektenwettbewerbs abgestimmt wurde. In der Gemeinderatssitzung vom 17.06.2023 wurden die baulichen Maßnahmen definiert und der Projektsteuerungsvertrag mit der Projektentwicklung Burgenland einstimmig beschlossen.

 

Finanzierung:

Zur Finanzierung des Projekts wurden finanzielle Mittel in Höhe von 6,2 Mio. Euro bereitgestellt. Dabei übernimmt das Land Burgenland 50% der Projektkosten. Der Projektkostenanteil der Gemeinde Rechnitz wird durch ein Darlehen in Höhe von 3,1 Mio. Euro finanziert. Durch die Geltendmachung von Vorsteuerabzügen sowie Beantragung weiterer Förderungen kann ein Betrag in Höhe von etwa 1,35 Mio. Euro vorzeitig getilgt werden. Die Annuitäten des verbleibenden Darlehens in Höhe von 1,8 Mio. Euro können durch Einnahmen aus dem laufenden Betrieb gedeckt werden.

Zielsetzung:

Für die Gemeinde Rechnitz bietet sich durch die Umsetzung des Projekts die einzigartige Möglichkeit die bis zu 50 Jahre alten Anlagen zu erneuern und an moderne Standards und Kundenbedürfnisse anzupassen. Die Positionierung als Tourismusgemeinde soll mit der Umsetzung des Projekts in den Vordergrund gerückt werden und die durch die bereits geschaffenen touristischen und regionalen Gegebenheiten entstandenen Chancen optimal genutzt werden. So ist der Badesee End- und Einstiegsstation für die Burgenland-Trails und den Bahntrassenradweg. Darüber hinaus wird unser touristischer Partner, der Naturpark Geschriebenstein, noch heuer ein weiteres Projekt umsetzen. Dabei wird der ehemalige „Vogelturm“ zu einer Outdoor-Kletter- und Boulderanlage umfunktioniert. Zusätzlich werden Kanus für den Verleih angeschafft.

Ziel ist es das Angebot auf die jeweiligen Zielgruppen anzupassen und so auszugestalten, dass diese eine positiven Nutzen daraus ziehen können. Zu den Zielgruppen gehören unter anderem Aktiv-Urlauber und Sportler, Familien und Kindergruppen, Schulklassen und Jugendgruppen, Betriebe und Vereine sowie NaturtouristInnen. Durch das vielfältige und zentral am Badesee liegende Angebot können so Kunden-Packages erstellt und neue Zielgruppen erschlossen werden. Der wachsende Trend zu Natur-, Erlebnis- und Aktivurlauben – speziell im Nahbereich Wien, Graz und Westungarn, bietet nicht nur saisonal wachsendes Potential, sondern auch neue Potentiale für die Frühlings- und Herbstsaison für die Gemeinde sowie deren Betriebe, in der gesamten Region.

 

Unique Selling Point - Alleinstellungsmerkmal

Die neu geschaffene Anlage wird eine in der Region einzigartige Kombination aus naturnahem Badeerlebnis mit großzügigem Familien- und Kinderbereich inkl. Wasserrutsche, Kanu-Verleih für zusätzliche Wassererlebnisse, ein modernes Campingangebot sowie mit den Burgenland-Trails dem Pumptrack und den Outdoor-Kletter- und Boulderanlage ein unvergleichliches Angebot bieten. Das Angebot entspricht dem Trend zum regionalen Naturtourismus in Kombination mit Bewegung und Genuss, sowie Begeisterungsleistungen. Im Gegensatz zu bestehenden Einzelangeboten in der Region schafft dieses Projekt einen multifunktionalen Erlebnisraum mit sportlichem, sozialem und naturnahem Mehrwert – mit starker Einbindung regionaler Akteure und dem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit. Damit positioniert sich das Projekt als Leuchtturm für aktiven Naturtourismus im Südburgenland und angrenzenden Westungarn.